VAMPYROLOGIE FÜR BIBLIOTHEKARE

Eine kulturwissenschaftliche Lektüre des Vampirs

Eric W. Steinhauer

2011 (2010)

"Uraufführung": Die "Vampyrologie für Bibliothekare" wurde am 02. November 2010 als "Halloween-Lecture" am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin gehalten. (S. 6)

Eisenhut: Die Vampyrologie gehört zu den wenig beachteten Lehrgegenständen der Bibliothekswissenschaft. Gleichwohl sind entsprechende Kenntnisse für jeden verantwortungsbewusst handelnden Bibliothekar unverzichtbar. Die vorliegende Einführung vermittelt hier unter besonderer Berücksichtigung der historischen Hintergründe die wesentlichen Grundlagen, damit man später nicht sagen kann, man habe es ja nicht gewusst ... (2011)

bibliothèque: "Den Vampir als bibliothekarisches Phänomen zu beschreiben und zu verstehen, ist das Ziel dieser kleinen Abhandlung." (S. 11)
Wirklich wunderbar ist dabei gelungen herauszustellen, welchen Stellenwert bei der Entstehung von klassischer Vampirliteratur, und dem europäischen Vampirglauben überhaupt, Bibliotheken einnahmen. Einiges ist ein kurzer, aber mit umfangreichen Verweisen versehener, Überblick über in anderen Texten ausführlicher betrachteten und für alle, die sich etwas länger mit Vampirliteratur beschäftigen, hinlänglich bekannten Tatsachen. - Dies ist als Einstieg in die Quellenlage zum Vampi/yr aber deswegen nicht gleich schlecht zu bewerten. Interessanter wird es dann wieder für alle, wenn - so meiner Erinnerung nach - die bisher sehr sehr selten angedeutete enge Verknüpfung von Bibliothek und Vampir in der Literatur betrachtet wird. Je nach Umfang der bisher konsumierten Vampirliteratur wird sich beim Leser der geistige Horizont vom Wetterleuchten ("Ach ja, ich erinnere mich."), über kleine und größere Blitze ("Ja, klar, natürlich!") bis zum ausgewachsenen Gewitter ("Echt? Wahnsinn!") erleuchten. Hinzufügen möchte ich zu der leider sehr geringen Auswahl an Beispielen noch den Schulbibliothekar Giles aus "Buffy" und den Orden der Talamsca ("Chronik der Vampire", A. Rice) als weitere populäre Nachweise der engen Verzahnung von Bibliothek und Vampir.
Zwei Schätze dieser Abhandlung sollen an dieser Stelle noch kurz zitiert werden, die zum allgemeinen Bild des Werkes betragen können:
"Bekanntlich sind Bibliotheken gefährliche Brutstätten des Geistes. Jetzt wissen wir: Eines ihrer Meisterstücke ist der Vampir." (S. 51)
"Und hier verhalten sich Bücher wie Vampire. Sie mästen sich an der Lebenszeit ihrer Opfer." (S. 83f.)
(2011)

Inhaltsverzeichnis

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Autor

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Eisenhut Verlag (2011)

Bd. 1: ISBN: 978-3-942090-06-3

 

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Die sieben Schritte der bibliothekarischen Vampyrologie
(Inhaltsverzeichnis)

1. Der Vampir - Begriff und Phänomen
2. Vampirismus in amtlichen Berichten
3. Wissenschaftliche Vampirdebatte
4. Bibliothek und Vampirismus
5. Der Vampir als literarische Figur
6. Die Bibliothek in der Vampirliteratur
7.Bibliotheca Vampyrus

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Autor

Dr. jur. Eric W. Steinhauer - Geboren 1971. Dezernent an der Universitätsbibliothek zu Hagen (NRW). Experte für Bibliotheks- und Urheberrecht.

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